Mittwoch, 24. April 2013

Rhabarbermousse


Die Rhabarberzeit ist wieder angebrochen und ich habe direkt etwas Neues ausprobiert. Vor ein paar Tagen hatten wir Freunde eingeladen um gemeinsam zu essen und einen schönen Abend zu haben.Meine Freundin hat sich um die Vorspeise gekümmert und ich durfte den Hauptgang und die Nachspeise zubereiten.
Da wir beide so gerne Rhabarber essen, zeigte ich ihr ein Rezept für Rhabarbermousse mit Gelee und die Entscheidung für das Rhabarberdessert war schnell gefallen.

In meiner grenzenlosen Euphorie für das Mousse habe ich anscheinend überlesen was über dem Rezept stand: "etwas aufwendiger".... ;-)
Das ist mir dann bei der Herstellung dieser Köstlichkeit klar geworden! Ich habe gefühlte 5 Stunden in der Küche verbracht. Im Rezept war eine Zubereitungszeit von 55 Minuten angegeben! Vielleicht bin ich nicht strukturiert genug an die Sache ran gegangen, oder zu chaotisch in der Küche, oder die Autoren der Zeitschrift haben einfach Mist geschrieben! ;-)

Allerdings ist die Rhabarbermousse sogar bei den Herren der Schöpfung sehr gut angekommen, obwohl einige von ihnen "eigentlich keine Rhabarber Fans" sind.
Also hat das Rezept am Ende doch noch überzeugt - jedenfalls diejenigen die es einfach nur genießen durften!


Ich glaube, ich werde es trotzdem nochmal machen - es war einfach zu lecker!!! Vielleicht mache ich es dann in einer Abwandlung mit Fruchtsoße anstatt Rhabarbergelee, denn das Mousse ist für mich die überzeugende Komponente des Desserts gewesen.

Das Rezept ist für 8 Portionen

Zutaten für das Gelee:
300 g Rhabarber
100 g Zucker
300 ml Apfelsaft oder Weißwein
Saft von 1 Zitrone (schmeckt auch ohne Zitrone, ich habe sie nämlich vergessen!)
6 Blatt rote Gelatine


Zutaten für die Mousse:
400 g Rhabarber
120 g Zucker
150 ml Apfelsaft
Mark von 1 Vanilleschote
4 Blatt rote Gelatine
100 g weiße Kuvertüre
2 Eigelb
150 g Joghurt
200 g Schlagsahne

Zubereitung des Gelees:
Rhabarber putzen,waschen und wenn nötig etwas schälen. In kleine Scheiben schneiden. Mit Zucker, Apfelsaft (Wein) aufkochen und ca. 5 Minuten kochen lassen. Dann das Ganze pürieren. Die Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen und dann in das heiße Püree rühren. Das Püree auf die Gläser verteilen und ca. 45 Minuten im kühl stellen. (Es muss komplett geliert sein, bevor das Mousse eingefüllt wird.

Tipp: Damit das Gelee so wie bei mir schräg im Glas geliert, gibt es einen Trick. Im Rezept stand, man soll das Glas in einen Eierkarton stellen. Ich habe allerdings festgestellt, dass das nicht sooo toll funktioniert. Ich hatte dann die Idee, die Gläser im Kühlschrank schräg gekippt zwischen die Streben der Einlegeböden zu stellen. Das hat wesentlich besser geklappt.
Da diese Schräglage nur ein optischer Effekt ist, kann man es auch einfach gerade ins Glas füllen.


Zubereitung der Mousse:
Rhabarber putzen, waschen, wenn nötig etwas schälen und in Scheiben schneiden. 
80 g Zucker in einem Topf schmelzen und mit 80 ml Apfelsaft ablöschen. 
Den Rhabarber und das Vanillemark dazugeben, köcheln lassen, bis sich der Karamell löst. 
Dann erst alles pürieren.

Die Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen. 
Die Kuvertüre hacken und über dem Wasserbad schmelzen.
Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker (40 g) und dem Apfelsaft (70 ml) in einer Schüssel über dem Wasserbad aufschlagen.
So lange aufschlagen bis die Masse dickcremig ist. (Das kann schon 15 Minuten dauern...)
Dann die Gelatine einrühren.
Als nächstes die flüssige Kuvertüre einrühren.
Die Schüssel vom Wasserbad nehmen.
Nun den Joghurt unterrühren und den Rhabarber unter die Creme heben.
Die Schüssel nun in kaltes Wasser stellen (Ich habe sie in die Spüle gestellt, wo ich vorher kaltes Wasser eingelassen hatte)
Die Creme muss gerührt werden bis sie leicht geliert.
Nun als letzten Schritt die Sahne schlagen und unter die Creme geben.
Die Mousse auf das Gelee geben und mindestens 4 Stunden kalt stellen. 
Ich habe die Mousse am Abend vorher gemacht und dadurch über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.


Zur Dekoration habe ich noch Schokoladengitter mit Haselnuss Krokant gemacht. Hierfür Kuvertüre schmelzen und auf einem Stück Backpapier mit einem Löffel aus der flüssigen Schokolade kleine Gitter malen. Die Gitter mit Krokant bestreuen und das Ganze trocknen lassen.

Nachmachen lohnt sich auf jeden Fall! :-)

Mich würde interessieren was ihr noch für leckere Rezepte mit Rhabarber kennt?! Ich freue mich über eure Kommentare!

Ich wünsche Euch einen schönen sonnigen Tag! ♥

Quelle: Meine Familie & ich  Heft 5/2013

1 Kommentar:

  1. YUMMY,...das sieht einfach nur köstlich aus! eine tolle Idee um Rhabarber zu verwenden. :)

    vielleicht hast du ja noch Lust mit deinem Rezept bei unserem Foodblog Rhabarber-Event ( http://www.kuechenplausch.de/events/cmviews/id/77 ) auf Küchenplausch mitzumachen. Es gibt auch schöne Preise zu gewinnen und viele tolle Rhabarber-Rezepte zu entdecken.

    Liebe Grüße
    Isabell

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